20 Jahre Würzburger Selbsthilfegruppe
Achtzig Betroffene und Fachleute tauschten sich bei einem Arzt-Patienten-Seminar aus
Die Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe, Heike Helwig-Schulz, konnte bei der Jubiläumsveranstaltung im vollbesetzten Seminarraum des Würzburger Juliusspitals außer den Referenten und den zahlreich erschienenen Mitbetroffenen und Interessierten noch weitere Gäste willkommen heißen: Gekommen waren die Mitbegründerin der Selbsthilfegruppe, Kristiane Preuss aus Isny; die langjährige Landesbeauftragte der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV e.V.), Erica Rieth aus Stuttgart; Carola Espenschied vom DCCV-Landesverband Bayern und Vertreter der Selbsthilfegruppen Lohr am Main, Schweinfurt und Nürnberg.
Glückwünsche zum 20-jährigen Jubiläum überbrachten Kathrin Speck, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Unterfranken und Simone Hoffmann, Leiterin des Selbsthilfebüros Main-Spessart.
Kathrin Speck stellte fest, dass die Selbsthilfe, die zu Anfang oft noch eher kritisch betrachtet wurde, in den letzten Jahren zu einem anerkannten und respektierten Partner des professionellen Gesundheitswesen geworden sei und wichtige Funktionen wahrnehme. Gerade die Selbsthilfegruppe Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Würzburg sei hier in vielfältiger Weise aktiv in der Aufklärung und Beratung von Betroffenen, im gegenseitigen Erfahrungsaustausch bei den regelmäßigen Gruppentreffen, mit Fachvorträgen und Informationsfahrten zu Kliniken oder in der Öffentlichkeitsarbeit.
In Ihren Grußworten fasste Simone Hoffmann zusammen, dass Selbsthilfe immer ein Treffer sei und man damit die richtige Wahl auf dem Weg der Genesung und der Verbesserung der körperlichen als auch psychischen Gesundheit treffe. Jeder der Gäste durfte ein Los ziehen, auf dem Glückwünsche für die Selbsthilfegruppe und ein Gedanke zum Tage zu lesen waren.
Bewusst gestalteten wir die Jubiläumstagung ohne Industrie-Sponsoring in kleinerem Rahmen und aus eigenen Kräften. Die Referenten verzichteten dankenswerterweise auf eine Aufwandsentschädigung und das Juliusspitial stellte den Seminarraum kostenfrei zur Verfügung.
Medizinische Fachvorträge
Es referierten Prof. Dr. med. Wolfgang Scheppach (Chefarzt für Gastroenterologie und Rheumatologie am Juliusspital Würzburg), Dr. med. Martin Dreier (Internistische Praxis, Würzburg), Prof. Dr. med. Michael Scheurlen (Medizinische Uni-Klinik Würzburg) und Dr. med. Thomas Sprinz (Chirurgische Klinik Juliusspital Würzburg) zu den Themen „Endoskopische Diagnostik und Therapie bei Morbus Crohn“, „Medikamentöse Therapie des steroidabhängigen Morbus Crohn“, "Krebsprävention und –früherkennung bei der Colitis ulcerosa“ sowie „Chirurgische Therapieoptionen bei Morbus Crohn“.
Im Anschluss konnten Betroffene mit den Experten individuelle Fragen klären.
Ein positives Fazit zog Prof. Dr. med. Wolfgang Scheppach, der das Seminar zusammen mit Prof. Dr. med. Michael Scheurlen von der Universitätsklinik Würzburg ausrichtete.

Prof. Dr. med. Wolfgang Scheppach, Chefarzt der Medizinischen Klinik Juliusspital -
Schwerpunkt Gastroenterologie/Rheumatologie:
Einleitung der Veranstaltung und Referat zum Thema " Endoskopische Diagnostik
und Therapie des Morbus Crohn"
Heike Helwig-Schulz, Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe:
Begrüßung; Vorstellung der Würzburger Selbsthilfegruppe
Grußwort: Kathrin Speck, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands -
Bezirksverband Unterfranken
Grußwort: Simone Hoffmann, Leiterin des Selbsthilfebüros Main-Spessart
Dr. med. Martin Dreier, Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie -
Praxis Dr. med. Barbara Frohnholzer/Dr. med. Martin Dreier, Würzburg:
Referat zum Thema "Medikamentöse Therapie des steroidabhängigen Morbus Crohn"
Dr. med. Thomas Sprinz, Leitender Oberarzt der Chirurgischen Klinik Juliusspital:
Referat zum Thema "Chirurgische Therapieoptionen bei Morbus Crohn"
Professor Dr. med. Michael Scheurlen, Leiter des Schwerpunkts Gastroenterologie,
Medizinische Klinik und Poliklinik - Universitätsklinik Würzburg ZIM:
Referat zum Thema "Krebsprävention und -früherkennung bei der Colitis ulcerosa"
Text und Bilder: Karl Loritz