Dr. Illert beim Gruppentreffen am 26.04.2005

Operationsverfahren bei Morbus Crohn war das Thema eines Vortrags von Herrn Dr. Illert (Chirurgische Uni-Klinik Würzburg).

Einleitung: Definition des Morbus Crohn - Erstdiagnose häufig im Alter von 16 - 25 Jahren, jedoch auch im Alter von 60 - bis 80 Jahren.
Ätiologie (Ursachen): noch nicht genau erforscht - infektiös, immunologisch (autoimmun), genetisch, ernährungsbedingt.
Symptome: Bauchschmerzen, Durchfälle, Fieber, Gewichtsverlust.
Diagnostik: Labor, Sonographie, Dünndarmröntgen nach Sellink, Computertomographie (CT).
Therapie: Durch Spezialisten soll eine regelmäßige Betreuung erfolgen, regelmäßige Einnahme von Medikamenten; evtl. psychosoziale Betreuung.
Häufigkeit von Operationen: 90 % aller Crohn-Patienten werden operiert, davon 10 % innerhalb der nächsten 10 Jahre noch einmal.
Gründe für Operationen: Ileus (Darmverschluss), Abszesse, Darmperforation, septische Colitis, toxisches Megakolon (Vergiftungen im Darm), massive Blutungen.
Besondere Situationen: Rezidivierender Subileus, chronische Schmerzen, Fisteln.

Operationsverfahren
Strikturoplastik: Engstellen werden längs geöffnet und quer vernäht Minimalinvasive Chirurgie: z.B. bei Fisteln, die den Beckenbereich ausfüllen oder vom Darm zur Haut bzw. von Darm zu Darm gehen.
CT-gesteuerte Abszessdrainage: erspart eine Operation.
Stoma: bewirkt die Abheilung von Analfisteln.
Im Anschluss des Vortrags ging Dr. Illert auf unsere Fragen ein und machte uns den Vorschlag, einen eigenen Vortrag für OP-Verfahren bei Colitis ulcerosa zu halten.

Heike Helwig-Schulz